Partnerstädte

Partnerschaftstreffen vom 29. Juni bis 06. Juli 2013

 

2013

Herzlich Willkommen im Erzgebirge! Bienvenue a l´Erzgebirge!

10-jähriges Jubiläum des Partnerschaftsvertrages zwischen

Ploërmel/Apensen/Gornau

 

Die Gemeinde Gornau mit den Ortsteilen Dittmannsdorf und Witzschdorf ist

 

vom 29.06. bis 06.07.2013

 

Gastgeber des diesjährigen Freundschaftstreffens.

 

Wir erwarten viele Gäste aus Ploërmel und Apensen. Ziel ist es, den Gästen unsere Heimat vorzustellen, was wir mit Ausflügen in sehenswerte Städte und Dörfer Sachsens umsetzen. Die Integration der Gäste in unser familiäres und traditionsreiches Leben ist uns wichtig. Deshalb suchen wir Bürger der gesamten Gemeinde, die an einem kulturellen Austausch interessiert sind. Alle Gäste werden in Privatquartieren untergebracht. Es wäre schön, wenn Sie uns unterstützen. Melden Sie sich bitte in der Gemeinde Gornau, Tel.: 03725 370016 oder bei Carmen Kluge, Tel.: 03725 371760

 

Vielen Dank! Ihr Freundschaftskomitee.


2012

   

Urlaubszeit ist Reisezeit

 

Endlich ist es soweit!

Vom 20.07. bis zum 29.07.2012 fahren wir zum Freundschaftstreffen nach Ploërmel.

Unsere Reisegruppe umfasst 33 Teilnehmer aus der Gemeinde Gornau sowie aus Zschopau, Grünhainichen und Gelenau.

 

Neben Erholung und Entspannung erwartet uns ein buntes Programm mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen aus der Bretagne mit ihren freundlichen Einwohnern. Wir vertiefen Freundschaften und knüpfen neue.

Voller Vorfreude und mit einer Portion Neugierde im Gepäck werden wir starten.

Nach unserer Fahrt wird es einen Reisebericht geben.

Vielleicht können wir auch Ihre Neugierde, liebe Leser, wecken und Sie fahren einmal mit.

Wir würden uns freuen und bis dahin wünschen wir Ihnen eine schöne Urlaubszeit!

 

Carmen Kluge

im Namen des Freundschaftskomitees

 

Reisetagebuch

Freundschaftstreffen in Ploërmel vom 20.07. bis 29.07.2012

Freitag, 20.07.

Früh am Morgen, für manche vor dem Aufstehen, begann unsere Fahrt nach

Frankreich. Dem Gepäck nach zu urteilen bleiben wir bestimmt 4 Wochen.

Bei strahlendem Sonnenschein, mit Ferienlaune und voller Elan, freuten wir uns auf

schöne gemeinsame Tage.

Die Reisegruppe setzte sich aus Einwohnern der Gemeinde Gornau mit ihren

Ortsteilen und Gästen aus Zschopau, Gelenau und Grünhainichen zusammen.

Im bequemen Reisebus mit einem sehr netten Fahrer ging es los.

Unsere Fahrt ging über Chemnitz auf die A4. In der Nähe der Abfahrt Crimmitschau

war an der Autobahn ein Feld mit vielen Störchen. So etwas hatten die Meisten noch

nicht gesehen.

Dann ging es vorbei an den drei Gleichen, über Eisenach, Frankfurt am Main, mit

seiner beeindruckenden Skyline, Kaiserslautern und Saarbrücken zur französischen

Grenze. Bei mehreren Pausen konnten wir uns die Füße vertreten und alle

Mitreisenden genauer kennen lernen.

Wir fuhren an Metz vorbei, wo wir auf dem Rückweg Quartier beziehen werden.

In Reims angekommen, wurden die Hotelzimmer verteilt und anschließend zu Abend

gegessen. Gegen zu viele Kalorien gab es einen Fitnessraum und die Möglichkeit

zum Billard spielen. Bei einem Glas Wein ließen wir den Tag ausklingen.

Sonnabend, 21.07.

Nach dem gemeinsamen Frühstück starteten wir in Richtung Innenstadt. Unser Ziel

war die Kathedrale „Notre-Dame de Reims“. Ein beeindruckendes Gebäude deren

Bau im gotischen Stil im Jahre 1211 begann.

Die Kathedrale ist UNESCO Weltkulturerbe. Wunderschön sind ihre zahlreichen

Ornamentfenster und ihre 2303 Statuen. Hier wurden 25 französische Könige

gekrönt. Altkanzler Konrad Adenauer, Premier Charles de Gaulle und der Bischoff

der Kathedrale bekundeten im Juli 1962 die gegenseitige Verbundenheit. Eine

Gedenktafel erinnert daran.

Wir hatten noch Zeit für einen kurzen Stadtbummel und erste Souvenirs wurden

gekauft. Dann ging die Fahrt weiter. Um Paris herum wurde der Verkehr stärker und

es staute sich.

Unser Fahrer versorgte uns mit heißen Wiener Würstchen, Suppe, Kaffee, Tee oder

Wasser. Für die Herren gab es auch Bier.

Weiter ging es in Richtung Le Mans und Rennes, jetzt war es nicht mehr weit bis

Ploërmel. In Ploërmel erwarteten uns unsere Gastgeber, leider steckten die

Apensener im Stau und kamen später. So konnte die Begrüßung nur mit den Gästen

aus Sachsen stattfinden. Der Empfang war sehr herzlich und nach ein paar Worten

von den Komiteemitgliedern aller drei Komitees begrüßte uns die Bürgermeisterin

und vertiefte die Partnerschaft mit einem Geschenk.

Mit einem Glas Sekt wurde auf eine schöne Woche und die weitere Festigung der

freundschaftlichen Beziehung angestoßen.

Da alle Gäste sehr erschöpft waren, wurden die Koffer umgeladen und es ging zu

den Gastfamilien. Dort erwarteten uns ein leckeres Abendessen und ein schöner

Ausklang mit Wein und Sekt.

Sonntag, 21.07.

Dieser Tag wurde im Kreis der Gastfamilien verbracht.

Wir trafen uns 11:00 Uhr zum gemeinsamen Gottesdienst. Danach hat jeder Gast

individuelle Eindrücke und Erlebnisse gesammelt. Ein Beispiel ist der Besuch des

Museums in Ploërmel.

Hier gibt es eine ganz besondere Uhr die neben der Weltzeit, das Datum, den Monat,

die Sternzeichen und vieles mehr anzeigt. Daneben steht ein bewegliches Model

unseres Planetensystems, das mit der Uhr gekoppelt ist und der Jahreszeit gemäß

die Stellung der Planeten zeigt.

Diese beiden Sachen hat Pater Benedikt, im Jahre 1855, für seine Schüler gebaut.

Für die damalige Zeit ein Wunderwerk der Technik, Mathematik und Astronomie. Es

war für uns faszinierend diese Modelle aus ca. 200 Zahnrädern zu bewundern, was

auch heute noch präzise funktioniert.

Montag, 22.07.

Heute waren wir im Tierpark Branféré, dort waren Tiere von verschiedenen

Kontinenten zu sehen. Die Zwergkängurus ließen sich streicheln und Affen,

Papageien und andere Tiere waren ganz nah zu erleben. Alle Tiere liefen frei herum,

ein anderes Erlebnis als im Zoo.

Dort nahmen wir gemeinsam ein Picknick ein, das uns unsere Gasteltern

mitgeschickt hatten. Anschließend gab es eine Vogelschau mit beeindruckenden

Vorführungen.

Unsere weitere Fahrt ging nach Damgam an den Strand. Mit Badesachen

ausgestattet genossen wir den Atlantik und die Sonne. Leider geht jeder Tag zu

Ende und auch wir mussten zurück nach Ploërmel.

Dienstag 23.07.12

Im Programm für heute war die Besichtigung eines Gezeitenkraftwerkes von La

Rance, in der Nähe von St. Malo vorgesehen. Es wurde 1966, nach 6 Jahren

Bauzeit, in Betrieb genommen und ist das weltweit einzige Kraftwerk für industrielle

Energieerzeugung aus der Kraft der Gezeiten.

Die Kraftwerksanlage hat eine Gesamtlänge von 750 m, sie ist mit 24

knollenförmigen Turbinen ausgerüstet, die eine Leistung von je 10 Megawatt bringen.

Über die Anlage verläuft eine Hauptverkehrsstraße, deren tägliches

Verkehrsaufkommen ca. 26.000 Fahrzeuge beträgt. Die Schleuse passieren jährlich

ca. 20.000 Schiffe. Das Gezeitenkraftwerk versorgt 223.000 Menschen mit Strom,

der Anteil beträgt 45% der Gesamtstromerzeugung der Bretagne.

Es handelt sich um saubere, erneuerbare und immer währende Energie, ohne

Auswirkungen auf das Klima, da keinerlei Treibhausgase entstehen. Die regelmäßige

Wiederkehr der Gezeiten wird aufrechterhalten, um die dort lebenden Tierarten nicht

zu stören.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant „Skipper“, stand am Nachmittag

für uns eine Schiffsfahrt auf der Rance auf dem Programm.

Links und rechts des Flusses waren interessante Entdeckungen zu machen. Die

Gegend war früher z.B. Anlaufpunkt der Korsaren, auch gibt es geschichtsträchtige

Fischerorte und manche Legende.

Mittwoch, 25.07.12

Der heutige Tag stand im Zeichen der Kommune.

Als erstes besichtigten wir die Schmuckschule Tané, dort werden Juweliere

ausgebildet. Gegründet wurde die Schule von einem Mexikaner, der die Marktlücke

erkannte. Für die Schule wurde das alte Bahnhofsgebäude umgebaut und nächstes

Jahr feiert sie ihr 10-jähriges Bestehen. Es ist die einzige Schule ihrer Art in

Frankreich. Danach waren wir in einer kleinen Keksfabrik. Hier werden alle Kekse

und Pralinen von Hand gefertigt. Es gibt in ganz Frankreich 40 Filialen dieser Art und

der Absatz garantiert eine Beschäftigung. Natürlich durften wir kosten und

anschließend haben wir den Umsatz etwas gesteigert.

Nach dem gemeinsamen Picknick am Ploërmeler See teilte sich die Reisegruppe. Es

gab die Möglichkeit zum Baden, Spazieren gehen oder Bummeln.

Einige Mitglieder der Komitees trafen sich zur Arbeitsberatung, die infolge des

schönen Wetters gleich am See abgehalten wurde. Themen der Arbeitsberatung

waren, die aktuelle Reise und die Vorbereitung des Treffens 2013, verbunden mit

Ideen zur Weiterführung der Partnerschaft in der Zukunft. Kleinere und etwas

größere Probleme wurden besprochen und nach gemeinsamen Lösungen gesucht.

Als Beispiel sei hier der Zeitpunkt der Reise genannt:

Familien mit Kindern können nur in den Ferien fahren, wogegen Familien oder

Einzelpersonen ohne schulpflichtige Kinder in den Ferien keinen Urlaub bekommen.

Die Gewinner sind Rentner, denn sie können immer fahren! Mit dieser humorvollen

Aussage schließen wir die Ausführungen zur Arbeitsberatung.

Donnerstag, 26.07.

Bei strahlendem Sonnenschein und angesagten 32° C starteten wir in Richtung

Vannes. Im Hafen angekommen, schifften wir uns auf einem Fährschiff ein und

erlebten eine schöne Rundfahrt auf dem Golf von Morbihan. Neben Segelschiffen,

Fischerbooten und Yachten sahen wir kleine Inseln und Menhire.

Nach einem ausgezeichneten Mittagsmenü im Golfhotel ging es an den Strand.

Wer keine Lust auf das Baden hatte, konnte shoppen, spazieren gehen oder einfach

in einem Standrestaurant einen Kaffee oder Wein genießen. Der größere Teil

eroberte den Strand, denn das Wasser im Atlantik war glasklar und lud einfach nur

zum Baden ein, zum Shoppen war es zu warm.

Frohgelaunt, von der Sonne verwöhnt und angebräunt ging es nach Plöermel zurück,

wo unsere Gasteltern schon warteten.

Freitag, 27.07.

Das Ziel unseres letzten gemeinsamen Tages ist die Stadt "La Gacilly“. Ein kleines

altes Städtchen mit vielen Blumen, Straßenkaffees und kleinen Künstlerateliers. Hier

wurde Yves Rocher geboren und hat dort mit seinem Geschäft angefangen. Er ist

Mäzene der Stadt und fördert die Künstler. Außerhalb befindet sich eine

Produktionsstätte von Yves Rocher.

In „La Gacilly“ gibt es zurzeit eine große Fotoausstellung mit Bildern aus aller Welt.

Jeder konnte individuell den Vormittag verbringen.

Zum Mittagessen wurden wir von unseren Gastfamilien verwöhnt. Der Nachmittag

war zum Kofferpacken und für kleinere Einkäufe in Ploërmel gedacht. Am Abend

trafen wir uns zur Abschlussveranstaltung. Es wurde mit Sekt angestoßen und beim

gemeinsamen Essen wurden wir vom Chor unterhalten. Die bretonischen

Seemannslieder luden zum Tanzen, zum Mitsingen und zum Schunkeln ein.

Ansprachen der vorsitzenden Komiteemitglieder würdigten die viele Arbeit und

dankten den Gastfamilien. Für das französische Komitee gab es kleine Geschenke.

Jeder Mitfahrer bedankte sich mit Gastgeschenken individuell in den Familien.

Samstag, 28.07.2012

Zeitiges Aufstehen, Koffer verstauen und Abschied nehmen war heute angesagt.

Wehmütig haben wir uns von unseren Gastfamilien verabschiedet. Hinter uns liegt

eine erlebnisreiche Woche mit viel Sonne, neuen Eindrücken und der Herzlichkeit der

französischen Familien.

Bei Sonnenschein genossen wir die Fahrt. Mal nicht selbst am Steuer zu sitzen ist

auch schön. Nach einer langen Busfahrt kamen wir in Metz an, der späte Nachmittag

ermöglichte uns noch einen Besuch der Kathedrale. Die Kathedrale wurde mehrfach

umgebaut bzw. angebaut. Die Bauzeit erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte.

Neben vielen sehr schönen Ornamentfenstern ist eine Besonderheit die Höhe der

Türme im Inneren, mit 42 m ist sie die zweithöchste Kathedrale nach dem Kölner

Dom.

Das Abendbrot genossen wir gemeinsam mit den Apensenern.

Sonntag, 29.07.

Nach dem Frühstück erwartete uns eine 2-stündige Stadtführung in deutscher

Sprache. Zu Fuß erkundeten wir Metz und erfuhren viel Interessantes. Metz war eine

Handelsstadt und schon die Römer hinterließen hier ihre Spuren. Im Laufe der

Geschichte wechselten die Herren der Stadt, neben den französischen Königen

waren auch deutsche Kaiser für die Prägung der Stadt bedeutend. Metz war und ist

die Hauptstadt von Lothringen. Nach der Zwischenübernachtung in Metz ging es mit

viel Wissenswertem im Gepäck in Richtung Heimat.

Müde, jedoch froh gelaunt und mit vielen Eindrücken kamen wir abends in Gornau

an.

Resümee

In dieser gemeinsamen Woche haben wir viel erlebt.

Nicht nur die Sehenswürdigkeiten der Bretagne, nein, viel mehr die Zeit in den

Gastfamilien war ein Erlebnis. Wir lernten uns noch näher kennen, Kinder und

Enkelkinder unserer Gastfamilie, Gepflogenheiten und das ausgedehnte

französische Essen. Territoriale Besonderheiten zu erleben in allen Bereichen ist ja

auch der Sinn des Austausches. Wir hatten viel Spaß und haben gemeinsam

gelacht. Es gab auch die eine oder andere Panne, aber im Urlaub ist alles

entspannter. Wir haben die Zeit genossen und Erholung mit Erfahrungsaustausch

kombiniert. Unsere Reise sollte (und war) kein Pauschalurlaub sein und trotzdem war

es wunderschön.

Durch Gespräche mit Einwohnern der Gemeinde Gornau bin ich auf

Missverständnisse gestoßen, deshalb möchte ich an dieser Stelle noch ein paar

Worte verlieren.

Die partnerschaftlichen Kontakte sind über die Kirchgemeinde entstanden und

werden jetzt auf kommunaler Ebene weiter getragen. Auch Einwohner, die nicht der

Kirche angehören, können an der Partnerschaft teilnehmen. Des Weiteren sind wir

kein „eingeschworener Kreis“, sondern wir freuen uns über jeden interessierten

Bürger. Nächstes Jahr sind wir wieder Gastgeber und feiern das 10-jährige bestehen

des Partnerschaftsvertrages. Im Jahr 2014 sind wir zu Gast in Apensen und 2015 in

Ploërmel. Das Mitfahren setzt auch nicht zwingend voraus selbst Gäste

aufzunehmen. Bei Interesse fragen sie einfach nach.

Ich hoffe mein Reisetagebuch hat sie neugierig gemacht.

Bis zum nächsten Mal

Ihre Carmen Kluge

Im Namen des Freundschaftskomitees